Archiv für den Monat Februar 2013

S’mores Brownies…

…oder mit vollem Mund soll man nicht reden schreiben.

Ich sage euch, beim fotografieren der S’mores Brownies haben sich Szenen abgespielt. Aber ich sollte vielleicht am Anfang beginnen: Abends habe ich sie gebacken, meine aller ersten S’mores Brownies. Wie qualvoll war es ,ihn aus dem Ofen zu holen, seinen liebreizenden Duft zu riechen, zu hören, wie er die ganze Nacht meinen Namen ruft und zu wissen, er darf erst nach dem Fotografieren probiert werden…

S'mores Brownies by Sciencemade

Das erste Bild war im Kasten, die Brownies wurden angeschnitten und probiert. Nach dem ersten Bissen habe ich das Fräulein Schulz‘ beiseite geschuppst, jedes Stück, das ich greifen konnte, geschnappt und mich im Badezimmer eingeschlossen und alles alleine gegessen…*Na sagen wir hätte ich, wenn nicht noch weitere Fotos gefolgt wären.* Denn die S’mores Brownies sind soooooo lecker, dass man sie mit niemanden teilen möchte. Und an dieser Stelle meine ich NIEMANDEN.

S'mores Brownies by Sciencemade

Hätte man nur eine Hörprobe von uns beim Essen bekommen, hätte jeder Außenstehender wahrscheinlich die wildesten Fantasien darüber angestellt, was sich da gerade in der Küche abspielt. Ja, das alles können diese Brownies und noch viel mehr. Denn sie machen glücklich und zufrieden und den Tag schöner und die Welt friedvoller und… Was du glaubst mir nicht? Dann probiere es doch selber aus!

S'mores Brownies by Sciencemade

Zutaten für eine 20x20cm Brownieform:

225g Butter

200g Zartbitterschokolade

225g weißen Zucker

170g braunen Zucker

4 Eier

1x Vanillearoma (Dr. Oetker)

1TL Salz

160g Mehl

3TL Kakaopulver zum Backen

150g gesalzene Cracker

12 Marshmallows

Zubereitung:

Salz, Mehl und Kakao mischen und Cracker grob zerkleinern. Schokolade klein hacken und zusammen mit der Butter in einem mittelgroßen Topf bei mittlerer Temperatur schmelzen. Vom Herd nehmen und den Zucker einrühren, bis es sich aufgelöst hat.

4 Eier einzeln mit der Masse vermengen. Vanillearoma dazu geben. Die Mehl-Kakao-Mischung in den Topf sieben, dabei entsteht ein zäher Teig. Zum Schluss die Cracker darin verteilen und auf das Blech geben. Die Marshmallows hochkant auf den Teig geben. Bei 180° C etwa 30 Min backen.

Und ladet euch keinen Besuch ein, denn dem wollt ihr bestimmt nichts davon abgeben…

Alles Liebe,

Nova

Photo: Fräulein Schulz‘

Rezept: Bakerella

Macaroni & Cheese Muffins…

… oder eine Liebe für die Ewigkeit.

Eine klassisch amerikanische Vorstadtidylle flimmert über den Bildschirm. Menschen verlassen den perfekten kleinen Garten ihrer sorbefarbenden Hauser in schwarzer (!) Kleidung und eine ruhige, warme Frauenstimme erklingt: „Das sei das Einzige, was sie kochen könne…aber es würde ihr selten gelingen. Sie waren zu salzig, an dem Abend als sie und Karl in ihr Haus zogen. Sie waren zu wässrig, an dem Abend an dem sie Lippenstift an Karls Kragen entdeckte. Sie ließ sie anbrennen, an dem Abend als Karl ihr sagte, dass er sie wegen seiner Sekretärin verlassen würde.“ Mit diesen Worten beginnt die Geschichte meiner großen Liebe…mit Macaroni & Cheese. Seither geht kein Mädelsabend ohne die kleinen, in reichlich Käse getauchten Makkaroni. Am liebsten heiß aus dem Ofen und seit kurzem gerne auch in Form von Muffins…

Macaroni and Cheese Muffins by ScienceMade

Zutaten für 12 Stück:

250g Makkaroni

1 kleine Zwiebel

60g Butter

2EL Mehl

200ml Milch

250g Gouda

Pfeffer, Salz

Zubereitung:

Ofen auf 180°C vorheizen und ein 12er Muffinblech mit Förmchen auslegen. Die Makkaroni in reichlich Salzwasser bissfest kochen und beiseite stellen. 250g Gouda grob reiben. Die Zwiebel in kleine Würfel schneiden. Die Butter bei mittlerer Hitze in der Pfanne schmelzen, die Zwiebel hinzugeben und glasig anschwitzen. Mehl und Milch in die in die Pfanne geben und vermengen, bis die Masse angedickt ist. Geriebenen Gouda hinzugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen. Die Makkaroni untermischen. In die Förmchen füllen und für 20-25 Min in den Ofen geben.

In der kleinen Form lassen sie sich super auch zu Einweihungsfeiern oder Geburtstagen servieren.

Alles Liebe,

Nova

Photo: Fräulein Schulz‘

Rezept: Meine Ulli

Cake Pops…

…oder kleine Freude mit Stil?

Cake Pops sind Diven, die den Anschein erwecken, sie könnten kein Wässerchen trüben. Ganz klein, fein und sittsam kommen sie an ihrem Stil daher. Die einfachsten kleiden sich nur in ein Schokoladengewandt mit Sprinkels, die etwas ausgefalleneren treten in mädchenhaften Cupcakekleidchen auf und die ganz extravaganten sind immer passend zum Event gekleidet. Was einem aber niemand verrät: Cake Pops machen gerne, was sie wollen…

Red Valvet Cake Popsby Sciencemade

Sie rutschen gerne vom Stil. Meine ersten Cake Pops sind ganz furchtbar schief gegangen. Fein säuberlich habe ich 35 Kugeln geformt und in den Kühlschrank verfrachtet. Freudig holte ich sie heraus und tauchte sie in die Schokoglasur.Leider musste ich etwas erschrocken feststellen, dass sie ihr süßes Schokoladenbad gar nicht mehr verlassen wollten. Der Grund war, dass sie während der 30 Min im Kühlschrank einfach nicht kalt genug geworden sind. Seitdem forme ich abends, lasse sie im Kühlschrank übernachten und glasiere sie am Morgen danach.

Candy Melts vertragen eine gute Portion Fett. Die erste Packung Candy Melts hat sich in den Mülleimer verabschiedet, weil sie mir wunderbar angebrannt ist. Dabei hatte ich, wie es auf der Tüte stand, die Candy Melts immer nur 30 s lang erwärmt, umgerührt und gegebenenfalls erneut 30 s erwärmt. Bis ich dahinterkam, das etwas Palmin die ganze Sache flüssiger macht, war die erste Packung schon Geschichte. Seitdem liegt immer eine Packung Palmin im Kühlschrank. Das kann man dann wunderbar Stückchen für Stückchen in die Glasur geben.

Sie mögen ihre Candy Melts gerne abgestanden. Nachdem die Glasur mit etwas Hilfe des Palmins endlich die gewünschte Konsistenz erreicht hatte, tunkte ich guten Mutes meinen ersten Cake Pop hinein. Genau wie auf den zahlreichen Videos, die ich aus Recherchegründen studierte, drehte ich ihn fein säuberlich, bis die Glasur fest werden sollte. Leider wurde sie nicht fest, sondern tropfte fast vollständig wieder zurück ins Glas. Mit der Zeit habe ich gelernt die Glasur etwa 30 Min ruhen zu lassen (Zeit in Abhängigkeit von der Masse), dann funktioniert auch die Sache mit dem Trocknen ausgezeichnet.

Cake Pops mögen nur Candy Melts oder Tauchglasuren. Was wenn man Ostern Küken machen möchte, um die Familie zu beeindrucken, diese Idee einem aber erst zwei Tage vor Ostern einfällt? Man nimmt als Glasur was man bekommen kann. In meinem Fall war das gelbe Kuchenglasur. Ich schätze die Cake Pops waren sauer, weil ich ihnen meine Aufmerksamkeit nur so kurz geschenkt hatte, denn sie wollten so gar nicht mit der Glasur. Statt der üblichen Stunde zum Dekorieren, hat das ganze 3 Stunden gedauert. Die Küken waren zwar lecker, aber ich hätte sie statt zu Ostern lieber bis Halloween aufheben sollen, diese kleinen Kükenmonster.  Seitdem nur noch Candy Melts oder Tauchglasur, keine Experimente mehr!

Trotz all der möglichen und unmöglichen Missgeschicke liebe ich diese kleinen Dinger. Freue mich jedes Mal, wenn ich sie machen darf und den ersten esse meistens ich. Für das Bild habe ich übrigens den übergebliebenen Teig von den Herzen genommen, ihn gebröselt und mit Frostingmischung (50 g Frischkäse, 100 g Puderzucker, etwas Vanillezucker) vermengt und nach Anleitung verarbeitet.

Möchte sich an dieser Stelle vielleicht noch jemand zu Cake-Pop-Missgeschicken outen bzw. warnen? Dann her damit!

Alles Liebe,

Nova

Photo: die weltbeste Fräulein Schulz‘

Orangengugelhupf mit Buttermilchherzen…

… oder danke, dass du da bist!

Ein bisschen Zwiegespalten fühle ich mich so kurz vor Valentinstag, denn eigentlich finde ich diesen Tag völlig überbewertet. Warum soll ich nur an diesem Tag an die Menschen denken, die ich liebe. Blühen die Blumen an diesem Tag im Jahr besonders schön, sind die Pralinen an diesem Tag besonders schokoladig und das Essen im Restaurant nur an diesem Tag zu genießen?

Auf der anderen Seite liebe ich es jemanden eine Freude zu machen. Meistens weiß ich schon weit vor Weihnachten/Ostern/Geburtstag, was ich verschenken möchte und wie es eingepackt werden soll. Denn ich sage durch eine Kleinigkeit gerne:“Danke, dass es dich gibt“. Aber ist der Valentinstag nicht genau dafür da? Mein Herz sagt Ja und so backe ich den Kuchen, denn ich schon eine Weile ins Auge gefasst habe. Schön verpackt, finde ich, ist es eine kleine Aufmerksamkeit, die genau zum Valentinstag passt.

Orangengugelhupf mit Buttermilchherzen

Rezept für eine Gugelhupfform Ø 18cm:

Buttermilchherzen:

2 Eiweiß

1TL Vanilleextrakt

Rote Lebensmittelpaste (z. Christmas Red von Sugarflair)

100g Mehl

100g Zucker

1 ½ TL Backpulver

1TL Kakao

30ml Sonnenblumenöl

27g Butter

60ml Buttermilch

Zubereitung

Eine kleine Brownie-Form mit Backpapierauslegen und Ofen auf 180°C vorheizen. Eiweiß steif schlagen. Vanilleextrakt und Farbe unterrühren. Mehl Zucker, Backpulver und Kakao in einer Schüssel miteinander vermengen. Sonnenblumenöl, Butter und Buttermilch verquirlen und mit der Mehlmischung vermengen. Dann den Eischnee vorsichtig unterheben. Den Teig auf der Brownie-Form verteilen. Etwa 25 Min bei 180°C backen.

Orangengugelhupf Ø 18cm

225g Butter Zimmertemperatur

225g Zucker

4 Eier

400g Mehl

1 Päckchen Backpulver

300ml  Orangesaft

Zubereitung

Gugelhupf-Form einfetten und mit Mehl bestäuben. Die Orangenschale reiben und den Saft aus der Orange pressen. Butter mit dem Zucker cremig rühren. Eier einzeln unter die Creme mixen. Mehl mit dem Backpulver vermischen und vorsichtig in die Eier-Buttercreme sieben. Den Saft und die Orangenzisten in den Teig geben.

Die Form zur Hälfte mit dem Teig mischen. Aus dem Buttermilchkuchen die Herzen ausstechen und vorsichtig im Kreis auf den Teig stellen. ACHTUNG: die Herzen müssen auf dem Kopf stehen, da die Form später umgedreht wird. Dann den restlichen Teig auf den Herzen verteilen. Für etwa 40 Min bei 180°C backen.

An dieser Stelle würde ich mich gerne rühmen, dass ich alleine auf die Idee gekommen bin. Dem ist leider nicht so. Wer also überlegt, was man noch so in einen Kuchen backen kann, darf sich gerne *hier und *hier weitere Anregungen holen.

Alles Liebe,

Nova

Photo: Fräulein Schulz‘

Rezept: Buttermilchherzen Klitzeklein

               Orangengugel Nova

Accessoires: Gabel und  Tortenplatte Party-Princess.de

Espresso-Choco-Fudge…

…oder das gugel ich mal!

Wer mich kennt, der weiß, ich mag‘s gerne schokoladig. In den Einkaufskorb wandert bevorzugt Kinderschokolade oder–riegel oder–bonbons, zu einem Schokokuchen könnte ich niemals „Nein“ sagen und wenn es dazu eine heiße Schokolade gibt, bin ich in meinem persönlichen Schokohimmel. Deshalb habe ich mich über den Schokoladen-Teil der neuen Lecker Bakery auch so sehr gefreut. Mit dem Rote-Bete-Schokokuchen konkurrierte das Espresso-Choco-Fudge um den ersten Platz in der Kategorie „Wirdsofortausprobiert“. Nach einem schweren Auswahlverfahren (Ene-Mene-Mopel) fiel die Wahl auf das Fudge. Da ich Pralinen mag und Minigugelhupfe liebe, war klar, dass das Fudge in ein Minigugelhupfengewand schlüpfen sollte. Ihr dürft nun selber entscheiden, was ihr vom Sieger haltet…

Espresso Choco Fudge

Rezept:

200g Zartbitterschokolade

100g Vollmilchschokolade

1EL lösliches Espressopulver

400g gezuckerte Kondensmilch

Zubereitung:

Zartbitter-und Vollmilchschokolade kleinhacken. Mit der Kondensmilch und dem Espressopulver in einem Top unter ständigem Rühren bei mittlerer Hitze schmelzen. Die Masse in einen Gefrierbeutel füllen und auf die Minigugelhupf-Form verteilen. 8 Stunden an einem kühlen Ort fest werden lasse.

Das Einzige was ich an diesem super einfachen Rezept zu bemängeln habe, ist die lange Wartezeit, wenn der große Schokoladenhunger kommt…

Alles Liebe,

Nova

Photo: Lena

Rezept: nach Lecker Bakery

Scones…

…oder Frühstück very scotish.

Ich bin ein Frühstücker. Niemals gehe ich ohne Frühstück aus dem Haus. Auch nicht, wenn ich es unter widrigen Umständen schon morgens um 5 Uhr essen darf. Sollte es wiedererwartend doch passieren, (weil der Wecker mich erst 5 Min vor dem Losgehen weckt) klingelt es in meinen Ohren und ich höre meine Mama ermahnend: „FrühstückistdiewichtigsteMahlzeitdesTages“ sagen. Dann flitze ich in die Küche, schiebe mir ein trockenes Toast in den Mund und verschwinde mit Obst in der Hand aus der Wohnung. Viel lieber mag ich als Frühstücker das Brunchen. Da kann man ewig frühstücken und tolle neue Dinge ausprobieren. Eine Gelegenheit etwas Neues zu probieren hat sich mir gestern beim Brunch geboten, in Form von Scones. Scones, in der Mitte aufgeschnitten, mit Clotted Cream Sahne bestrichen und mit Erdbeermarmelade verfeinert, werden zwar erst zur Tea Time serviert, sind aber auch schon zum Frühstück zu empfehlen…

Scones

Zutaten für etwa 12 Stück:

225g Mehl + etwas mehr zum ausrollen

½ TL Salz

1TL Backpulver

2TL Creme of tartar (oder Weinstein Backpulver)

40g weiche Butter

150ml Milch

Clotted Creme, Sahne oder Crème double

Erdbeermarmelade

Zubereitung:

1. Ofen auf 180°C vorheizen und zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. Mehl in eine Schüssel sieben. Mit Salz, Backpulver und Creme of tartar miteinander vermengen. Butter hinzugeben und mit den Knethacken des Mixers vermengen. Dabei die Milch in einem Faden hinzugeben.

2. Wenn eine Kugel entstanden ist. Den Teig unter Zugabe von etwas Mehl dick ausrollen und mit einem Glas oder Dose ausstehen. Auf die Backbleche verteilen und ca. 20 Minuten bei 180° im Ofen lassen.

3. Da Clotted Creme nicht zu besorgen war, habe ich Sahne mit etwas Zucker steif geschlagen. Die noch warmen Scones aufschneiden und mit Sahne und Erdbeermarmelade bestreichen.

Ich habe mir auch noch was für das heutige Frühstück gesichert…Immerhin ist Sonntag!

Alles Liebe,

Nova

Photos: Lena von Von Roger und anderen Tigern