Archiv für den Monat Juli 2013

Melon Granita…

…oder „zack und weg“.

Ich weiß nicht, was uns zusammengeführt hat. Vielleicht war es die Hitze, vielleicht war es der unbändige Durst nach etwas kaltem oder auch das Schicksal, dass mich beim Lesen in der Zeitschrift meines Vertrauens zurück zu den Rezepten blättern lies… Nachdem meine Augen das Granita erblickten, stürmte ich auf direktem Weg in der Kaufhalle zum Obstregel und schleppte die größte auffindbare Melone Richtung Kasse. Dort verkündete ich stolz: „Ich habe eine Wassermelone getragen.“… Da wusste ich auch noch nicht, wie schwer das riesen Ding auf dem Weg nach Hause wird! Gelohnt hat es sich allemal, denn das Granita aus der Wassermelone, dass meine entzückten Augen erspäht hatten, war schneller weggefuttert, als es die Sonne wegschmelzen und ich auf dem Auslöser drücken konnte. Man gut, dass es eine riesige Melone war…

Melon Granita by ScienceMadeZutaten (ergibt 1 Liter)

¼ Wassermelone

300g Puderzucker

Saft und Abrieb einer Zitrone

100ml Prosecco

Melon Granita by ScienceMadeZubereitung

Melone in mittelgroße Stücke schneiden und in ein hohes Gefäß geben. Mit dem Pürierstab pürieren bis alles flüssig ist. Alles durch ein Sieb in ein zweites hohes Gefäß geben, damit später keine Kerne in der Granita sind. Puderzucker, Zitronenabrieb und –saft, so wie Prosecco hinzugeben und noch einmal pürieren. Alles in eine Kastenform geben und ab damit ins Gefrierfach. Etwa alle halbe Stunde mit einer Gabel umrühren. Es ist fertig, wenn die Masse dickflüssig und voll mit Eiskristallen ist.

Melon Granita by ScienceMadeIhr könnt euch gar nicht vorstellen, wie oft ich in letzter Zeit zum Gefrierfach schleiche…und das nur, weil das Melon Granita so lecker ist. Man kann es natürlich auch wunderbar in eine kleine Flasche füllen und gemütlich auch dem Balkon *Lieblingsort* schlürfen…

Alles Liebe,

Nova

Photos: Nova

Rezept: aktuelle Glamour

Utensilien: Strohalme & Cupcake Cups von der Schönhaberei

                   Milchflasche von PartyPrincess

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Sommerbouletten…

…oder lass uns zum Strand.

Der blaue Himmel, die weißen Wattewölkchen und die zwinkernde Sonne flüstern schon morgens, bevor der erste Fuß aus dem Bett gesetzt wird: „Hol‘ den Bikini raus, denn es ist Beachtime, Baby“. Wie könnte man diesen frohlockenden Worten wiederstehen? Vor allem jetzt, wo Wochenende ist… Also husch die Lieblingsdecke geschnappt, Sonnencreme aus dem Schrank gefischt und zum Bikini in die Tasche gepackt. Damit es nicht wieder Pommes rot-weiß vom Strandkiosk werden, ab in die Küche gehuscht und was sommerlich, leichtes zubereitet… Sommerbouletten mag ich unglaublich gern, denn sie liegen nicht so schwer im Magen wie die deftigen Leckereien aus dem Strandbad und man kann sie auch viel besser mit den Freunden teilen.

Sommerbouletten by ScienceMadeZutaten:

100g Zucchini

150g Paprika

1 Chilischote

2EL Schnittlauch

8EL Paniermehl

2EL Mehl

1 Ei

250g Quark

Paprikapulver, Salz und Pfeffer

Sommerbouletten by ScienceMadeZubereitung

Zucchini, Paprika und Chilischote in kleine Würfel schneiden. Schnittlauch klein schneiden. Die restlichen Zutaten in eine Schüssel geben und mit den Händen zu einem Teig verkneten. Nicht am Salz sparen, sonst schmecken die Bouletten nach nichts. Das gewürfelte Gemüse dazu geben und alles möglichst gleichmäßig verteilen. Die Sommerbouletten in der Pfanne von beiden Seiten scharf anbraten. Dann bei niedriger Temperatur noch etwa 7-10 Min weiterbraten lassen. In eine hübsche Box gepackt…

Sommerbouletten by ScienceMade…und dann auf das Fahrrad geschwungen und ab zum See.

Alles Liebe,

Nova

Photos: Nova

Rezept: Essen und Trinken

Erdbeer-Schokomüsli-Frühstück..

…oder Sommer auf dem Balkon

Mein absoluter Lieblingsplatz im Sommer ist mein Balkon. Hin und wieder kommt er mir ein bisschen klein vor; wenn ich zum beispiel Wäsche gewaschen habe und mein Liegestuhl nicht mehr daneben will oder nicht alle Freunde auf ihm Platz finden… Nichtsdestotrotz ist er meine kleine Sommeroase. Ich nutze jede freie Minute, um auf Ihm zu verweilen, mich zu sonnen, mein Buch zu lesen, oder nach neuen Rezepten zu stöbern. Ganz besonders gern sitze ich dort jedoch morgens, wenn alle Menschen hektisch aus ihren Betten fallen, lausche ich den Vögeln, der Kirchenuhr und nutze die ersten Minuten des Tages um in aller Ruhe zu Frühstücken. Dabei spielen im Moment Erdbeeren die Hauptrolle, zusammen mit Joghurt und dem viel zu leckeren Schokomüsli…

Erdbeerfrühstück by ScienceMadeZutaten (ca. 900g Müsli):

100g Zartbitterschokolade
125g dunkelbrauner Rohzucker
50ml Sonnenblumenöl oder mildes Olivenöl
3EL Zuckerrübensirup
500g feine Haferflocken
50g Puffreis
50g Kokosraspel
50g gehackte Mandeln
3EL Kakaopulver
1/2 TL gemahlener Zimt
1 Prise feines Meersalz

Joghurt und Erdbeeren so viel man mag…

Erdbeerfrühstück by ScienceMadeZubereitung

Backofen auf 175°C heizen und das Backblech mit Backpapier auslegen. Die Schokolade klein hacken. Den Rohrzucker mit 1/8 l Wasser unter rühren kochen bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Den Sirup vom Herd nehmen und Öl, Ahornsirup und Schokolade vorsichtig unterrühren bis alles aufgelöst ist. Die trockenen Zutaten in einer Schüssel mischen. Die Schoko-Sirup-Mischung darauf geben und alles miteinander vermegen. Das so entstandene Müsli auf das mit Backpapier ausgelegte Blech geben und gleichmäßig verteilen. Das Blech auf die mittlere Schiene geben und etwa 30-40 Min backen bis das Granola knusprig und vollständig getrocknet ist. WICHTIG: Alle 10 min Granola aus dem Ofen nehmen und vorsichtig umrühren, da es sonst anbrennt.

Die Erdbeeren vierteln. Für das Frühstück gebe ich drei Löffel Joghurt auf den Boden des Glases. Dann verteile ich das Schokomüsli darauf und dann die Erdbeeren. Das ganze wird noch einmal wiederholt. Dann noch etwas von dem Zuckerrübensirup als Verzierung und ab auf den Balkon.

Erdbeerfrühstück by ScienceMade

Es entsteht sehr viel Schokomüsli, dass sich in Gläser verteilt wunderbar als Einweihungs-, Geburtstagsgeschenk oder Mitbringsel dekorieren lässt…

Sonniges Frühstück,

Nova

Photos: Nova, hab mein bestes gegeben

Neulich in…

…oder essen wie Gott in Frankreich/Geneva.

Manche Menschen in meinem Leben möchte ich einfach nur knutschen. Meine liebe Freundin M. gehört dazu. Vor etwa einen Monat frage sie mich, ob ich nicht Lust hätte, mit ihr zusammen eine Freundin in der Nähe von Genf zu besuchen. Eigentlich hatte ich keine… Ach was solls! Zack hatte sie einen Flug gebucht, Hotels herausgesucht und saß neben mir im Flieger, mit einem dicken Reiseführer vor der Nase. Ziel der Reise: das gesamte Budget verfuttern…

Die Sonne strahlt zwischen den Bergen freudig vor sich hin, der Himmel leuchtet strahlend blau und ist gefüllt mit weißen Wattewolken, als wir am ersten Morgen in die Boulangerie stürmen. Der Anblick lässt uns ganz vergessen, dass wir das Frühstück im Hotel verschlafen haben, denn der Kopf steht vor einer unglaublich schweren Entscheidung: „Verdammt, was davon möchte ich nicht essen?“ Da wir beide gleich unentschlossen sind, kauft sich jeder drei (!!) unglaublich lecker aussehende Kleinigkeiten (v.ln.r.: chanson aux pommes, croissant, vanille raisins, brioche, financier du fruit et poire en cage). Dann wird einfach ein Tuch auf einer der vielen Wiesen direkt am Genfer See ausgebreitet, wir lassen die Seele baumeln und genießen das petit-dejuner.

Frühstück am Genfer See by ScienceMade

Das Wetter und der Duft des Sees rufen geradezu nach einer Bootstour. Also bewegen wir uns nach einer angemessenen Pause von der Wiese zum nahegelegenen Steg. Vom Boot sieht Genf noch viel schöner aus, so eingebettet in den Bergen und in Sichtweite zum Mont. Blanc… Die Sonne kitzelt noch immer unsere Nasen als die Tour beendet ist. Kaum runter vom Boot steuern wir einen der nahegelegenen Fahrradausleihstationen an. Hier kann man sich ein sehr passables Fahrrad gratis für vier Stunden ausleihen. Damit fahren wir entlang des Ufers und halten an den schönsten Stellen einfach nur den Blick auf die Umgebung in uns einzusaugen…

Bootstour by ScienceMadeAbends werden wir von M.‘s Freunden abgeholt, die uns mit über die Grenze nehmen, in die Savoie. Da wir trotz des üppigen Frühstücks mehr als ausgehungert sind, halten wir in Annecy und suchen uns ein Restaurant mit Essen aus der Region. Ohne recht zu wissen, was ich da bestelle, fiel meine Wahl auf die Doits au vin. Schon der Anblick verriet mir, dass es sich dabei um ein Mahlzeit ganz nach meinen Geschmack handelt: bodenständig, einfach gehalten und verdammt lecker.

Doits et Savoie by ScienceMadeAm nächsten Morgen endschließen wir uns in ein nahegelegenes Dorf zu einer Käserei aufzusuchen. Nach einer serpentinenreichen Fahrt, die mein Magen nur unter größter Anstrengung übersteht (meine Ausrede: jahrelange Gewöhnung ans Flachland), erreichen wir die Käserei etwas zu spät. Das liebevoll gestaltete, kleine Museum, der allgegenwärtige Geruch von Käse und der anschließende Besuch im Hofladen entschädigen uns ausreichend. Nachdem wir alle Käsesorten durchprobiert haben, entscheiden wir uns für einen mittelalten Beaufont. Bevor wir uns auf in die Berge machen, ruft der Eisstand um die Ecke meinen Namen. So trotte ich mit der Sonnenbrille auf der Nase und dem Passionsfruchteis in der Hand hinter den anderen den Berg hinauf. Dabei hören wir Kuhglocken, entdecken Walderdbeeren und fragen uns, wie man wohl im Winter den ganzen Weg hinauf zu seiner Hütte kommt. Der Abend klingt entspannt bei unseren Freunden mit Salat und fromage de chevre aus.

Beaufort by ScienceMadeAm dritten Tag wollen wir zum See, doch das Wetter macht uns einen Strich durch die Rechnung. Stattdessen wird der Ofen angeschmissen und wir kommen in den Genuss das Rezept für die Tariflette nicht nur mitzunehmen, sondern selbst zu kochen. Beim probieren sind wir uns einig, dass gibt es jetzt auch bei uns öfter. Zum Nachtisch bekommen wir noch französische Crepes mit Bananen und Nutella. Glücklich und mehr als satt treten wir die Rückreise nach Genf an.Tartiflette

Dabei lassen wir es uns nicht nehmen noch einmal in Annecy zu halten. Zum Glück haben die vielen, kleinen Läden in der Innenstadt geöffnet. Überall kann man die spannendsten Dinge probieren: Öle, Karamell mit Fleur de Sel, Gewürzmischungen, Käse, Wurst und so viel mehr. Plötzlich fällt mir ein Churros-Stand ins Auge und obwohl mein Magen in den nächsten Tagen keine Nahrung mehr zu sich nehmen möchte, kommt er nicht umhin das zuckrige Gebäck zu probieren…

Annecy by ScienceMade

Am letzten Tag bleiben uns noch ein paar Stunden in Genf, die wir zum shoppen nutzen wollen. Wir finden schnell heraus, dass es hier die gleichen Klamotten für mehr Geld zu kaufen gibt wie zu Hause und fokussieren unsere Aufmerksamkeit auf die Bäckerein, Chocolateries und Patisserien. Dabei entdecke ich Ladurée. Mit geweiteten Augen stürme ich auf das Schaufenster zu und bin beruhigt, dass die Macarons auch hier nicht alle perfekt aussehen… Nichtsdestotrotz gehen wir hinein. Der Mann vor uns kauft 4 große Packungen prallgefüllt mit allen Macarons, die der Laden hergibt, und während ich noch überlege, ob ich ihn überfallen sollte… sitzen wir auch schon wieder im Flieger nach Hause, äußerst glücklich und satt und mit dem Wissen, dass wir dich wieder sehen werden, bezauberndes Genf.

Alles Liebe,

Nova

Ein Dickes Danke an M., die mich mitgenommen hat, und ihre charmanten Freunde, die uns all die tollen Dinge gezeigt haben.