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Buttermilch-Pancakes…

…oder heute decke ich den Frühstückstisch!

Letztes Jahr im August war ich auf einer großartigen Hochzeit. Der Traum begann schon bei der freien Zeremonie, die in einer traumhaften, alten Villa in der Innenstadt begann. Die Braut sah aus wie eine wunderschöne Prinzessin aus einem alten Märchen, die Scheherazade in Tausendundeinernacht erzählt. Die Liebesschwüre der Beiden haben uns so zu Tränen gerührt, dass die zwei Taschentücher, die auf jeden Platz mit der Aufschrift „Für die Freudentränen“ nicht einmal annähernd ausreichten. Bei der Feier hatte die Braut an alles gedacht, Flipflops für die wunden Füße, Körbchen mit allerlei Badutensilien, einem Sweet Table, Vergiss-mein-nicht-Blumensamen, und all den tollen Kleinigkeiten, die einem zeigen, dass einem alle Gäste etwas bedeuten. Was mir am meisten im Gedächtnis geblieben ist: Der Bräutigam, und jetzige Ehemann, deckt jeden Morgen den Tisch, damit die beiden den Morgen gemeinsam beginnen können. Das fand ich so rührend und liebevoll, dass es die Inspiration für diese Buttermilch-Pancakes mit Herz geworden ist…                 Pancakes by ScienceMade    

Zutaten für ein Frühstück zu Zweit:

2 Eier

4EL weiche Butter (ca. 120g)

250ml Buttermilch

175g Mehl

½TL Natron

1/2 TL Backpulver

Zucker, soviel man mag

Zubereitung:

Alle trockenen Zutaten in eine Schüssel sieben. Die weiche Butter dazugeben und vermengen. Dann die zwei Eier unterrühren und zum Schluss die Buttermilch in einem dünnen Faden in den Teig laufen lassen. Alles für etwa 15 Min ruhen lassen. Pfanne bei mittlerer Hitze warm werden lassen und je eine Kelle Teig in die Pfanne geben. Einmal wenden, fertig.

Wer es wie die Amis mag, macht sich eine schöne Kugel gesalzene Butter und Ahornsirup auf seine Pancakes. Wer es nicht mag ist sie pur oder mit Erdbeersoße…

Alles Liebe,

Nova

Photos: Fräulein Schulz‘

Cake Pops…

…oder kleine Freude mit Stil?

Cake Pops sind Diven, die den Anschein erwecken, sie könnten kein Wässerchen trüben. Ganz klein, fein und sittsam kommen sie an ihrem Stil daher. Die einfachsten kleiden sich nur in ein Schokoladengewandt mit Sprinkels, die etwas ausgefalleneren treten in mädchenhaften Cupcakekleidchen auf und die ganz extravaganten sind immer passend zum Event gekleidet. Was einem aber niemand verrät: Cake Pops machen gerne, was sie wollen…

Red Valvet Cake Popsby Sciencemade

Sie rutschen gerne vom Stil. Meine ersten Cake Pops sind ganz furchtbar schief gegangen. Fein säuberlich habe ich 35 Kugeln geformt und in den Kühlschrank verfrachtet. Freudig holte ich sie heraus und tauchte sie in die Schokoglasur.Leider musste ich etwas erschrocken feststellen, dass sie ihr süßes Schokoladenbad gar nicht mehr verlassen wollten. Der Grund war, dass sie während der 30 Min im Kühlschrank einfach nicht kalt genug geworden sind. Seitdem forme ich abends, lasse sie im Kühlschrank übernachten und glasiere sie am Morgen danach.

Candy Melts vertragen eine gute Portion Fett. Die erste Packung Candy Melts hat sich in den Mülleimer verabschiedet, weil sie mir wunderbar angebrannt ist. Dabei hatte ich, wie es auf der Tüte stand, die Candy Melts immer nur 30 s lang erwärmt, umgerührt und gegebenenfalls erneut 30 s erwärmt. Bis ich dahinterkam, das etwas Palmin die ganze Sache flüssiger macht, war die erste Packung schon Geschichte. Seitdem liegt immer eine Packung Palmin im Kühlschrank. Das kann man dann wunderbar Stückchen für Stückchen in die Glasur geben.

Sie mögen ihre Candy Melts gerne abgestanden. Nachdem die Glasur mit etwas Hilfe des Palmins endlich die gewünschte Konsistenz erreicht hatte, tunkte ich guten Mutes meinen ersten Cake Pop hinein. Genau wie auf den zahlreichen Videos, die ich aus Recherchegründen studierte, drehte ich ihn fein säuberlich, bis die Glasur fest werden sollte. Leider wurde sie nicht fest, sondern tropfte fast vollständig wieder zurück ins Glas. Mit der Zeit habe ich gelernt die Glasur etwa 30 Min ruhen zu lassen (Zeit in Abhängigkeit von der Masse), dann funktioniert auch die Sache mit dem Trocknen ausgezeichnet.

Cake Pops mögen nur Candy Melts oder Tauchglasuren. Was wenn man Ostern Küken machen möchte, um die Familie zu beeindrucken, diese Idee einem aber erst zwei Tage vor Ostern einfällt? Man nimmt als Glasur was man bekommen kann. In meinem Fall war das gelbe Kuchenglasur. Ich schätze die Cake Pops waren sauer, weil ich ihnen meine Aufmerksamkeit nur so kurz geschenkt hatte, denn sie wollten so gar nicht mit der Glasur. Statt der üblichen Stunde zum Dekorieren, hat das ganze 3 Stunden gedauert. Die Küken waren zwar lecker, aber ich hätte sie statt zu Ostern lieber bis Halloween aufheben sollen, diese kleinen Kükenmonster.  Seitdem nur noch Candy Melts oder Tauchglasur, keine Experimente mehr!

Trotz all der möglichen und unmöglichen Missgeschicke liebe ich diese kleinen Dinger. Freue mich jedes Mal, wenn ich sie machen darf und den ersten esse meistens ich. Für das Bild habe ich übrigens den übergebliebenen Teig von den Herzen genommen, ihn gebröselt und mit Frostingmischung (50 g Frischkäse, 100 g Puderzucker, etwas Vanillezucker) vermengt und nach Anleitung verarbeitet.

Möchte sich an dieser Stelle vielleicht noch jemand zu Cake-Pop-Missgeschicken outen bzw. warnen? Dann her damit!

Alles Liebe,

Nova

Photo: die weltbeste Fräulein Schulz‘

Orangengugelhupf mit Buttermilchherzen…

… oder danke, dass du da bist!

Ein bisschen Zwiegespalten fühle ich mich so kurz vor Valentinstag, denn eigentlich finde ich diesen Tag völlig überbewertet. Warum soll ich nur an diesem Tag an die Menschen denken, die ich liebe. Blühen die Blumen an diesem Tag im Jahr besonders schön, sind die Pralinen an diesem Tag besonders schokoladig und das Essen im Restaurant nur an diesem Tag zu genießen?

Auf der anderen Seite liebe ich es jemanden eine Freude zu machen. Meistens weiß ich schon weit vor Weihnachten/Ostern/Geburtstag, was ich verschenken möchte und wie es eingepackt werden soll. Denn ich sage durch eine Kleinigkeit gerne:“Danke, dass es dich gibt“. Aber ist der Valentinstag nicht genau dafür da? Mein Herz sagt Ja und so backe ich den Kuchen, denn ich schon eine Weile ins Auge gefasst habe. Schön verpackt, finde ich, ist es eine kleine Aufmerksamkeit, die genau zum Valentinstag passt.

Orangengugelhupf mit Buttermilchherzen

Rezept für eine Gugelhupfform Ø 18cm:

Buttermilchherzen:

2 Eiweiß

1TL Vanilleextrakt

Rote Lebensmittelpaste (z. Christmas Red von Sugarflair)

100g Mehl

100g Zucker

1 ½ TL Backpulver

1TL Kakao

30ml Sonnenblumenöl

27g Butter

60ml Buttermilch

Zubereitung

Eine kleine Brownie-Form mit Backpapierauslegen und Ofen auf 180°C vorheizen. Eiweiß steif schlagen. Vanilleextrakt und Farbe unterrühren. Mehl Zucker, Backpulver und Kakao in einer Schüssel miteinander vermengen. Sonnenblumenöl, Butter und Buttermilch verquirlen und mit der Mehlmischung vermengen. Dann den Eischnee vorsichtig unterheben. Den Teig auf der Brownie-Form verteilen. Etwa 25 Min bei 180°C backen.

Orangengugelhupf Ø 18cm

225g Butter Zimmertemperatur

225g Zucker

4 Eier

400g Mehl

1 Päckchen Backpulver

300ml  Orangesaft

Zubereitung

Gugelhupf-Form einfetten und mit Mehl bestäuben. Die Orangenschale reiben und den Saft aus der Orange pressen. Butter mit dem Zucker cremig rühren. Eier einzeln unter die Creme mixen. Mehl mit dem Backpulver vermischen und vorsichtig in die Eier-Buttercreme sieben. Den Saft und die Orangenzisten in den Teig geben.

Die Form zur Hälfte mit dem Teig mischen. Aus dem Buttermilchkuchen die Herzen ausstechen und vorsichtig im Kreis auf den Teig stellen. ACHTUNG: die Herzen müssen auf dem Kopf stehen, da die Form später umgedreht wird. Dann den restlichen Teig auf den Herzen verteilen. Für etwa 40 Min bei 180°C backen.

An dieser Stelle würde ich mich gerne rühmen, dass ich alleine auf die Idee gekommen bin. Dem ist leider nicht so. Wer also überlegt, was man noch so in einen Kuchen backen kann, darf sich gerne *hier und *hier weitere Anregungen holen.

Alles Liebe,

Nova

Photo: Fräulein Schulz‘

Rezept: Buttermilchherzen Klitzeklein

               Orangengugel Nova

Accessoires: Gabel und  Tortenplatte Party-Princess.de